Vier sonnige Tage voller Bücher, Lesungen und Gespräche.
Und jetzt 'nen Schnaps, heute zu mir genommen in Form eines Schultages mit Vertretungsstunde und allem Schnick und Schnack.
Wer eine kleine Veranstaltung irgendwelcher Art jemals auf die Beine gestellt hat, der weiß, was es heißt, dieses Bücherbüffet mit seinen vielen Facetten und Veranstaltungen zu organisieren. 30 Aussteller, Musik, Leseprogramm, Catering. Eine Halle, die auch bei schönstem goldenem Oktober-Wetter nicht warm wird. Jede Menge Atmosphäre, wenig Publikum.
Aber ich habe das ja gar nicht organisiert, ich war nur als Ausstellerin da, durfte mich vier Tage lang mit Buchbegeisterten unterhalten, in der Sonne herum lungern, Programm konsumieren und mich an der sanften Schrägheit so manchen Events ergötzen.
In Deutschland erscheinen jährlich 90.000 Bücher. Die meisten davon sind für mich nicht interessant. Gerade bin ich an Ingrid Nolls neuestem Krimi gescheitert, obwohl ich die Autorin schätze und neulich ein super sympathisches Interview mit ihr im HR2 lief. Mein Anspruch an Literatur wird immer höher: ehrlich soll es sein, durchaus auch mal traurig (Anna Gavalda!), die Sprache soll eigen und uneitel sein, die Personen schräg, aber authentisch (Der Hundertjährige ...). So würde ich selbst gerne schreiben können.
Und genau dafür war das Bücherbüffet neben dem reinen Genuss zuständig: für das Ausloten meiner Ansprüche an andere Autoren und mich. Bedeutet: Jetzt gibt es wieder Ziele. Einmal, "Ich bin die Reise" doch noch irgendwo unterzubringen. Der Text ist nicht besser und nicht schlechter als manch anderer. Zum Zweiten, ein neues Buch zu schreiben und dabei alles besser zu machen. Denn es wäre ja doch schön, sich aus der Masse der 90.000 irgend wie abheben zu können und gleichzeitig noch auf's Bücherbüffet zu passen. Fräulein, ein Gedeck bitte.
Montag, 22. Oktober 2012
Sonntag, 14. Oktober 2012
Riech mal!
Heute war es so weit: die "Dufterinnerungen an die Kindheit" im Rahmen meiner Ausstellung "O selig, ein Kind noch zu sein" im Heimatmuseum Bischofsheim fanden statt.
Bettina Frauen vom Duft-Reich kenne ich seit letztem Winter, als sie mich, die ich mich Fantasiereisen und Sachen mit geschlossen Augen gegenüber (wer mich kennt, hört den Unterton) eher abwartend verhalte, als sie mich unesoterisches Wesen also, mit auf eine Duftreise über den Weihnachtsmarkt nahm. Ach Gott, Weihnachten.
Ich konnte es kaum fassen, aber es war wunderbar, im besten Sinne anheimelnd und aufklärerisch zugleich. Schon vor knapp einem Jahr dachte ich, dass es schön wäre, mit ihr zusammen zu arbeiten. Die Idee der Duftreise in die Kindheit wurde im Frühjahr greifbar. Und heute nun der Praxis-Test. Geht das, mit wildfremden Menschen über Kunst und über ihr Leben und ihre Wahrnehmung zu sprechen?
Ich würde dieses Posting natürlich nicht schreiben, wenn ich enttäuscht wäre. Aber ich bin mehr als "nicht enttäuscht", ich bin wach, leicht euphorisch, animiert. Da geht noch was! Diese ganzen Duftsachen in Filmdöschen, das "Lernen mit allen Sinnen" (buzzword-Faktor x), dieses Rumsitzen im Schneidersitz mit geschlossenen Augen und schwer werden usw. - ähm, tja, das brauche ich immer noch nicht. Aber eine sinnliche Erfahrung in einem geschützten Raum verändert die Welt. Plötzlich redet man über ein abstraktes Bild, über Farbklänge, über kindliche Freuden, über Sehnsucht.
Sehr schön ist die Erklärung, warum der Geruchssinn direkt mit unseren Gefühlen verbunden ist: wir können ihn nicht filtern. Indem wir atmen, riechen wir, intensiver mit der Nase, aber auch mit Mund und Rachen. Wir fürchten den Geruch ein wenig, mit geschlossenen Augen an etwas zu riechen, ist eine Mutprobe. Ekel und Angst dürfen nicht mal zu erahnen sein. Die Kunst schafft hier den vertrauenswürdigen Rahmen, es geht um Schönes im weitesten Sinne.
Da muss ich 45 Jahre alt werden, um eine neue Variante der Kunstvermittlung kennen zu lernen. Hat Spaß gemacht, werde ich wieder tun.
Bettina Frauen vom Duft-Reich kenne ich seit letztem Winter, als sie mich, die ich mich Fantasiereisen und Sachen mit geschlossen Augen gegenüber (wer mich kennt, hört den Unterton) eher abwartend verhalte, als sie mich unesoterisches Wesen also, mit auf eine Duftreise über den Weihnachtsmarkt nahm. Ach Gott, Weihnachten.
Ich konnte es kaum fassen, aber es war wunderbar, im besten Sinne anheimelnd und aufklärerisch zugleich. Schon vor knapp einem Jahr dachte ich, dass es schön wäre, mit ihr zusammen zu arbeiten. Die Idee der Duftreise in die Kindheit wurde im Frühjahr greifbar. Und heute nun der Praxis-Test. Geht das, mit wildfremden Menschen über Kunst und über ihr Leben und ihre Wahrnehmung zu sprechen?
Ich würde dieses Posting natürlich nicht schreiben, wenn ich enttäuscht wäre. Aber ich bin mehr als "nicht enttäuscht", ich bin wach, leicht euphorisch, animiert. Da geht noch was! Diese ganzen Duftsachen in Filmdöschen, das "Lernen mit allen Sinnen" (buzzword-Faktor x), dieses Rumsitzen im Schneidersitz mit geschlossenen Augen und schwer werden usw. - ähm, tja, das brauche ich immer noch nicht. Aber eine sinnliche Erfahrung in einem geschützten Raum verändert die Welt. Plötzlich redet man über ein abstraktes Bild, über Farbklänge, über kindliche Freuden, über Sehnsucht.
Sehr schön ist die Erklärung, warum der Geruchssinn direkt mit unseren Gefühlen verbunden ist: wir können ihn nicht filtern. Indem wir atmen, riechen wir, intensiver mit der Nase, aber auch mit Mund und Rachen. Wir fürchten den Geruch ein wenig, mit geschlossenen Augen an etwas zu riechen, ist eine Mutprobe. Ekel und Angst dürfen nicht mal zu erahnen sein. Die Kunst schafft hier den vertrauenswürdigen Rahmen, es geht um Schönes im weitesten Sinne.
Da muss ich 45 Jahre alt werden, um eine neue Variante der Kunstvermittlung kennen zu lernen. Hat Spaß gemacht, werde ich wieder tun.
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Samstag, 6. Oktober 2012
Auf und Ab
Puh, da bin ich aber froh, dass mein letzter Post wenigstens aus diesem Jahr ist. Die Schreibmaschine wird wieder angeworfen, denn es ist ganz schön was los in meinem Leben. Nein, keine wilde Affäre, kein Lottogewinn, einfach nur das normale Auf und Ab.
Ich verabschiede mich gerade vom zweiten Konzept in meiner Zeit als Selbstständige (im Nebenerwerb) und empfinde das tatsächlich wie den sprichwörtlichen Abstieg vom toten Pferd. Schade eigentlich. Und doch ... ist jedes Ende ein Anfang, jedenfalls, solange wir noch leben.
Damit ich das nicht übersehe, hat Fernando Meireilles den Film 360 gemacht. Der Kreis, der hier geschlagen wird, umfasst so Hohes und Tiefes, wie ich es nicht erlebt habe. Aber er ist trotzdem dem echten Leben ganz nah, nur etwas übertrieben, damit ich es auch behalte. Angst, Verzweiflung, Begierde, Berechnung, Glück, Hingabe, Begeisterung, Draufgängertum - alles drin. Als ich aus dem Kino kam, war jedes Gefühl, zu dem ich fähig bin, als winziges Bruchstück präsent. Es gibt so viele Sprüche über das Scheitern, über das wieder Aufstehen und neu Anfangen. Trotz aller Beschönigung und Aufladung mit Sinn muss man ertragen, dass es einfach nicht geklappt hat. Aber das ist nicht das Ende. Nicht mal für Tyler, für den sein ganzes bisheriges Leben nicht geklappt hat. Nicht für John, der - ohne es zu wissen - einen Schalter umlegte, der seine Tochter für immer von ihm trennt. "Scheiß drauf", sagt er in seinem großartigen Monolog, den ich mir auf jeden Fall noch Mal im englischen Original anhören werde. Das klingt bei ihm nicht despektierlich, sondern wie ein etwas rauher Abschiedsgruß. Okay, ich scheiß drauf.
Damit ich das nicht übersehe, hat Fernando Meireilles den Film 360 gemacht. Der Kreis, der hier geschlagen wird, umfasst so Hohes und Tiefes, wie ich es nicht erlebt habe. Aber er ist trotzdem dem echten Leben ganz nah, nur etwas übertrieben, damit ich es auch behalte. Angst, Verzweiflung, Begierde, Berechnung, Glück, Hingabe, Begeisterung, Draufgängertum - alles drin. Als ich aus dem Kino kam, war jedes Gefühl, zu dem ich fähig bin, als winziges Bruchstück präsent. Es gibt so viele Sprüche über das Scheitern, über das wieder Aufstehen und neu Anfangen. Trotz aller Beschönigung und Aufladung mit Sinn muss man ertragen, dass es einfach nicht geklappt hat. Aber das ist nicht das Ende. Nicht mal für Tyler, für den sein ganzes bisheriges Leben nicht geklappt hat. Nicht für John, der - ohne es zu wissen - einen Schalter umlegte, der seine Tochter für immer von ihm trennt. "Scheiß drauf", sagt er in seinem großartigen Monolog, den ich mir auf jeden Fall noch Mal im englischen Original anhören werde. Das klingt bei ihm nicht despektierlich, sondern wie ein etwas rauher Abschiedsgruß. Okay, ich scheiß drauf.
Mittwoch, 25. April 2012
Schööön!
Mittwoch letzter Woche, wir erkunden nach einem leckeren Essen warm eingepackt die "Luminale" in Mainz. Es ist einfach wunderbar, Farbe, Abbild, Idee. Schööön!
Warum rührt mich die Kunst an? Was ist es, das mich nach einem solchen Erlebnis wunschlos und erfüllt ins Bett sinken lässt, keine Gedanken an Schule, morgen, gestern, irgendwas?
Unsterblichkeit durch das Erschaffen von Kunstwerken zu erlangen, ist für mich ein Theorem. Die Wirklichkeit fühlt sich anders an. Ich schaffe Kunst, ich sehe und fühle Kunst und das Überdauern ist dabei ein Nebeneffekt. Das Bild in meinem Kopf überdauert und stirbt mit mir. Mag das Werk auch alterslos vor sich hin existieren, in meinem Kopf wandelt sich die Erinnerung. Mal abgesehen davon, dass die heutige Kunst oft nicht mehr auf Dauer ausgelegt ist und sehr alte Kunst uns immer Respekt abnötigt, ist der Mensch in seiner Unvollkommenheit ohnehin nicht geeignet, ewige Werte zu erkennen. Für mich gibt es das schöne Erlebnis, den Augenblick.
Unheimliche Krieger im Dunkeln, eine schmelzende Fassade der Zitadelle, ein Wechselbad in unterschiedlichen Lichttemperaturen und noch Einiges mehr bekamen wir auf der Luminale 2012 geboten. Mich erreichte vor allem eine Botschaft: Wir Menschen sind da, wir erfinden und schaffen und schauen, sind neugierig und wertschätzend dem Interessanten und leicht Abwegigen gegenüber. Wir begehen nicht nur Massenmorde und richten die Erde zugrunde, nein, wir sind groß, schön. Einfach so, am Mittwochabend.
Sonntag, 26. Februar 2012
It's magic
"Bürgertag" im neu eröffneten Städel. Ich sage zu meiner Freundin: "Und wenn uns das zu lange dauert, gehen wir einfach in ein anderes Museum."
Schlange, oh, auch noch um die Ecke, achduje, noch am Anbau entlang, na, ob das was wird ... Es wird. Die Schlange bewegt sich zügig - und reißt auch in den zweieinhalb Stunden, die wir im Städel verbringen, nicht ab. Kurze Einweisung vorm Eingang, Mantel an oder aus, nicht überm Arm, Tasche so herum und nicht anders, okay. Wir sind drin.
Treppe runter, Übergang zum Garten. Treppe runter, it's magic. Ist das schön! Alle haben darüber geschrieben und geredet, aber das muss man gesehen haben. Licht von oben, sanft, glühend, natürlich. Die Häuser in der Halle verstreut, einzelne Bilder erkenne ich wieder, und kann ihrer Anziehungskraft folgen, ihre Wohnräume betreten. "Beliebigkeit" wurde da auf HR2 erwähnt. Der Verdacht keimt auf, aber vielleicht hilft es, nicht alle "Sinn stiftenden" Texte an der Wand zu lesen, um ihn zu entkräften. Ich lasse die Werke auf mich wirken und genieße es, ihnen so nahe zu sein. Denn es entsteht Intimität in diesen Häusern, und die Bildauswahl ist dafür so entscheidend wie die Platzierung der Kunstwerke: Bilder an den Wänden, Skulpturen auf dem Boden, und das alles ohne "Abstandhalter".
Wie die Organisationsleitung es geschafft hat, so viele Leute durch das Städel zu schleusen, ohne dass man das Gefühl der Enge bekommt? Wie die Aufseher es schaffen, dem Chaos so ruhig und freundlich zu begegnen? Wurst, Hauptsache, es klappt. Vielen Dank für den schönen Nachmittag.
Schlange, oh, auch noch um die Ecke, achduje, noch am Anbau entlang, na, ob das was wird ... Es wird. Die Schlange bewegt sich zügig - und reißt auch in den zweieinhalb Stunden, die wir im Städel verbringen, nicht ab. Kurze Einweisung vorm Eingang, Mantel an oder aus, nicht überm Arm, Tasche so herum und nicht anders, okay. Wir sind drin.
Treppe runter, Übergang zum Garten. Treppe runter, it's magic. Ist das schön! Alle haben darüber geschrieben und geredet, aber das muss man gesehen haben. Licht von oben, sanft, glühend, natürlich. Die Häuser in der Halle verstreut, einzelne Bilder erkenne ich wieder, und kann ihrer Anziehungskraft folgen, ihre Wohnräume betreten. "Beliebigkeit" wurde da auf HR2 erwähnt. Der Verdacht keimt auf, aber vielleicht hilft es, nicht alle "Sinn stiftenden" Texte an der Wand zu lesen, um ihn zu entkräften. Ich lasse die Werke auf mich wirken und genieße es, ihnen so nahe zu sein. Denn es entsteht Intimität in diesen Häusern, und die Bildauswahl ist dafür so entscheidend wie die Platzierung der Kunstwerke: Bilder an den Wänden, Skulpturen auf dem Boden, und das alles ohne "Abstandhalter".
Wie die Organisationsleitung es geschafft hat, so viele Leute durch das Städel zu schleusen, ohne dass man das Gefühl der Enge bekommt? Wie die Aufseher es schaffen, dem Chaos so ruhig und freundlich zu begegnen? Wurst, Hauptsache, es klappt. Vielen Dank für den schönen Nachmittag.
Freitag, 20. Januar 2012
Vom Maya-Kalender
The world is about to be destroyed ... und auf eine merkwürdige Weise wissen wir ganz gut, wie das vor sich geht und welche Rolle wir dabei spielen.
Jetzt ist aber immerhin auch klar, dass wir so weitermachen können wie bisher, denn es ist ohnehin Schluss am 21.12.12. Denn dann endet der Maya-Kalender.
Ich erinnere mich an diese Frau, die meine Mutter anrief, als ich noch in die Grundschule ging. Meine Mutter solle Konserven und Wasser in den Keller schaffen, das Ende der Welt sei nah, und man meine es sehr gut mit uns. Meine Mutter, die sich ein wenig dafür schämte, über diese Frau zu lachen und doch keinen Weg fand, das Wohlmeinen angemessen zu würdigen.
So alle dreißig Jahre scheint die Welt also unterzugehen.
Gleichzeitig lese ich Theorien über Ölbestände, die in alle Ewigkeit reichen, wenn wir uns nur endlich der Knute der arabischen Ölmultis entwinden. Ich lese, dass der Klimawandel nur eine Inszenierung ist, die uns gefügig machen soll. Dass man auf 2000m das ganze Jahr über Obst anbauen kann. Ist doch alles super, wo geht denn hier was kaputt?
Bevor ich mich in ideologiekritischen Scharmützeln aufreibe, erinnere ich mich an das, was mich antreibt: mein Wille zur und mein Glaube an die Selbstbestimmung. Ich entscheide, was ich glaube, was ich kaufe, wie ich lebe. Ich habe die Macht, etwas zu bewegen, in meinem direkten Umfeld. Ich bestimme, wann die Welt untergeht, jedenfalls für mich. Die Welt der Maya ist übrigens schon lange untergegangen. Das Ende im Kalender muss also etwas Anderes bedeuten, mal sehen, was mir da einfällt. Weihnachtsferien!! Genau! Alles wird gut.
Jetzt ist aber immerhin auch klar, dass wir so weitermachen können wie bisher, denn es ist ohnehin Schluss am 21.12.12. Denn dann endet der Maya-Kalender.
Ich erinnere mich an diese Frau, die meine Mutter anrief, als ich noch in die Grundschule ging. Meine Mutter solle Konserven und Wasser in den Keller schaffen, das Ende der Welt sei nah, und man meine es sehr gut mit uns. Meine Mutter, die sich ein wenig dafür schämte, über diese Frau zu lachen und doch keinen Weg fand, das Wohlmeinen angemessen zu würdigen.
So alle dreißig Jahre scheint die Welt also unterzugehen.
Gleichzeitig lese ich Theorien über Ölbestände, die in alle Ewigkeit reichen, wenn wir uns nur endlich der Knute der arabischen Ölmultis entwinden. Ich lese, dass der Klimawandel nur eine Inszenierung ist, die uns gefügig machen soll. Dass man auf 2000m das ganze Jahr über Obst anbauen kann. Ist doch alles super, wo geht denn hier was kaputt?
Bevor ich mich in ideologiekritischen Scharmützeln aufreibe, erinnere ich mich an das, was mich antreibt: mein Wille zur und mein Glaube an die Selbstbestimmung. Ich entscheide, was ich glaube, was ich kaufe, wie ich lebe. Ich habe die Macht, etwas zu bewegen, in meinem direkten Umfeld. Ich bestimme, wann die Welt untergeht, jedenfalls für mich. Die Welt der Maya ist übrigens schon lange untergegangen. Das Ende im Kalender muss also etwas Anderes bedeuten, mal sehen, was mir da einfällt. Weihnachtsferien!! Genau! Alles wird gut.
Mittwoch, 7. Dezember 2011
Weihnachten
Über Weihnachten gibt es nichts mehr zu sagen, deswegen schreibe ich über die letzte Schulreform. Nein, das ist natürlich nur Quatsch. Ich finde Weihnachten prima.
Weihnachten ist die Zeit, in der meine Achtklässler beschließen, Geschichten vorgelesen bekommen zu wollen.
Weihnachten ist die Zeit, in der Firmen mildtätig werden und wir fast bereit sind, der Frau Ministerin zu glauben, dass 2,4%ja auch nicht viel mehr sei als 1,2%.
Weihnachten wird unterm Baum entschieden - soll doch noch einmal einer sagen, mit der Wahrheit sei keine Kasse zu machen. Naja, vielleicht kein Staat.
Weihnachten, das ist doch diese Sache mit dem Asylanten-Ehepaar usw.
Weihnachten ist in diesem Jahr an unserer Schule endlich freiwillig. Nachdem wir im letzten Jahr mehr als peinlich berührt waren wegen dem, wie unsere Schüler in der Kirche johlten und randalierten, ist es nun endlich freiwillig. "Gibt es da auch eine Unterschrift für?" HÄÄÄ? "Für die Konfirmation kann man Unterschriften sammeln, wenn man in der Kirche war." Ach so. Ich dachte, man darf endlich Spendenbescheinigungen an Onkels und Tanten ausstellen, wenn man sich von deren Knete eine teure Kamera/Ipod/Wii oder was auch immer kauft. Liebe Kinder, ihr müsst es ja gar nicht mehr im Konfirmanden-Unterricht abdienen, was wir von euch als Tribut für die Geschenke wollen, es genügt uns, euer Gesicht in einer Kirche zu sehen.
Armutszeugnis. Weihnachtsgottesdienst. Unterrichtsausfall (gemäß der bestehenden Staatsverträge bitten wir Sie, xy vom 16. bis zum 19. des Monats vom Unterricht zu befreien, damit xy an einer Konfirmanden-Freizeit teilnehmen kann ...) Das reicht doch schon für einen Liedtext von Santa Bushido.
Wo bleibt das Positive? Hier ist es: Jede Menge Süßkram, Nervennahrung, ohne die Weihnachten echt nicht gut käme. Lecker Weihnachten, mmhh.
Weihnachten ist die Zeit, in der meine Achtklässler beschließen, Geschichten vorgelesen bekommen zu wollen.
Weihnachten ist die Zeit, in der Firmen mildtätig werden und wir fast bereit sind, der Frau Ministerin zu glauben, dass 2,4%ja auch nicht viel mehr sei als 1,2%.
Weihnachten wird unterm Baum entschieden - soll doch noch einmal einer sagen, mit der Wahrheit sei keine Kasse zu machen. Naja, vielleicht kein Staat.
Weihnachten, das ist doch diese Sache mit dem Asylanten-Ehepaar usw.
Weihnachten ist in diesem Jahr an unserer Schule endlich freiwillig. Nachdem wir im letzten Jahr mehr als peinlich berührt waren wegen dem, wie unsere Schüler in der Kirche johlten und randalierten, ist es nun endlich freiwillig. "Gibt es da auch eine Unterschrift für?" HÄÄÄ? "Für die Konfirmation kann man Unterschriften sammeln, wenn man in der Kirche war." Ach so. Ich dachte, man darf endlich Spendenbescheinigungen an Onkels und Tanten ausstellen, wenn man sich von deren Knete eine teure Kamera/Ipod/Wii oder was auch immer kauft. Liebe Kinder, ihr müsst es ja gar nicht mehr im Konfirmanden-Unterricht abdienen, was wir von euch als Tribut für die Geschenke wollen, es genügt uns, euer Gesicht in einer Kirche zu sehen.
Armutszeugnis. Weihnachtsgottesdienst. Unterrichtsausfall (gemäß der bestehenden Staatsverträge bitten wir Sie, xy vom 16. bis zum 19. des Monats vom Unterricht zu befreien, damit xy an einer Konfirmanden-Freizeit teilnehmen kann ...) Das reicht doch schon für einen Liedtext von Santa Bushido.
Wo bleibt das Positive? Hier ist es: Jede Menge Süßkram, Nervennahrung, ohne die Weihnachten echt nicht gut käme. Lecker Weihnachten, mmhh.
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